Harald’s Nacht


Vor kurzer Zeit kamen mehrere Gelegenheiten zusammen und ich konnte endlich eine Reportage realisieren, die ich schon länger im Kopf hatte.

Ich habe einen LKW-Fahrer der Holzhandelsfirma, für die ich arbeite, bei seiner täglichen Arbeit begleitet. Die Kurzzeitreportage zeichnet einen Zeitraum von etwa sechs Stunden in chronologischer Folge nach. Ich wollte wissen, bei welchen Tätigkeiten Verzögerungen auftreten und wie die Fahrer damit umgehen. Ein Holzfahrer fährt schließlich nicht von A nach B, wie seine Speditionskollegen. Vielmehr finden sich weit mehr Waldwege auf seiner Tour, als Autobahnen.

Als Fotograf wollte ich die Eindrücke einfangen, die sich in den Stunden der Nachtarbeit abzeichnet. Ich bin ein großer Fan von guten Fotoreportagen, aber es gibt auch einen Grund, wieso die meisten Reportage-Profis Fotografie studiert haben. Die Arbeit geht weit über das Handwerk für gute Fotos hinaus, ist sehr konzeptionell und meist mit viel Recherche-Arbeit im Vorfeld verbunden.  Ich lasse mich von den hohen Qualitätsansprüchen jetzt mal nicht abhalten und zeige hier meine Arbeit, sagen wir als Übung. Obwohl wir auf der Tour sehr viel gesprochen haben, gehe ich zum Beispiel nicht tiefer auf die Persönlichkeit von Harald ein. Dafür fehlt mir grade die Zeit, sicherlich aber auch die Erfahrung, das in einer Fotoreportage auszudrücken.

Die Holzfahrer stehen im übrigen meist sehr früh auf, um dem stärkeren Verkehrsaufkommen des Tages aus dem Weg zu gehen und in den Sägewerken nicht zu lange warten zu müssen. Meine Reportage heißt deshalb „Harald’s Nacht“.

Unten findet sich ein Link zu einer kurzen Version der Reportage in Schwarz-Weiß auf dieser Website. Er ist geeignet zur Betrachtung an einem größeren Display. Der zweite Link führt zu einer längeren responsiven Version in Farbe, die sich an alle Bildschirmgrößen anpasst. 

 

Kurze Version für Desktop in S/W

 

Lange Version für alle Geräte in Farbe

 

  


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