Cooler Folk im Filmwerk


Das Helmbrechtser Konzert-Wohnzimmer im Filmwerk ist am Sonntagabend zum wiederholten Male proppenvoll. Aber nicht nur das Publikum füllt die Kinositz-Reihen aus, gleich drei Singer/Songwriter-Projekte haben sich angekündigt.  

John Steam Jr. macht den Anfang mit ruhigen Songs, die sich nach Wohnwagenurlaub mit Klampfe anhören und begrüßt mit einem Augenzwinkern die Nachzügler im Publikum. Später wird er noch einmal mit dem Hauptact auf der kleinen Bühne stehen, aber dazwischen macht sich das Hofer Duo Maximilian Adler & Electric-Maddin mit Gitarre und Mandoline breit. Die beiden spielen Akustik Folk, nicht immer perfekt, aber garantiert entspannt und in familiärer Mitmach-Atmosphäre.  

Zum Abschluss dann Brickwater aus Nürnberg: Der Songwriter Roman Deska hat sich zu einem Band-Quartett erweitert und schmettert mit seinen Stimmbändern aus Schleifpapier eine kraftvolle Folk-Ballade nach der anderen durch den Raum.  Nirgendwo ist das Publikum so nahe an den Musikern, aber als die Songs mit Country-Elementen energetischer werden, bedauert so mancher Zuhörer, dass sich im Filmwerk kein Quadratmeter Platz mehr zum Tanzen findet. Die kleinen Exklusivkonzerte sind mittlerweile kein Geheimtipp mehr und haben sich zu einer Perle der jungen Konzertkultur im Landkreis entwickelt. Im Rahmen des „Akustischen Frühlings“ werden am 7. Und 22. April noch zwei weitere Konzerte im Filmwerk stattfinden. 

 

Anmerkung: Im Filmwerk herrscht ziemlicher Lichtmangel. Da bin ich dem Organisator Pascal Bächer wirklich dankbar, dass er irgendwann mal noch zwei alte Stehlampen auf die Bühne gestellt hat… sonst ginge da fotografisch gar nichts.

 

 


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